Chronik

Nostalgische Postkarte vom Brauhaus in MurauWörtliche Aufzeichnung des Stadtsyndikus Peregrin Neukam von 1811:

Haus Nr. 16 (heute Hotel Zum Brauhaus, Raffaltplatz 17)
Das Stadtschreiberhaus mit 3 Hausgärtl und dem Schießstattwiesel, worauf die Schießstätte der bürgerlichen Schützen steht: Seit uralten Zeiten haftet am Hause die Wein-, Bier- und Branntweingerechtsame.

Die Anfänge unseres Hauses als Schank- und Gaststätte werden um 1200 vermutet. 1739 wird es in Urkunden aber einwandfrei als Gasthaus des Johann Baptista Würthenstätter bezeichnet.

Es kann mit großer Wahrscheinlichkeit behauptet werden, dass das Wirtshaus Nr. 16 ursprünglich eine Ausschankstelle des ältesten Brauhauses Nr. 14 (heute Brauerei Murau, die 1495 gegründet wurde) für den Erchtagmarkt (Dienstagmarkt am Raffaltplatz) gewesen ist.

Unter den zahlreichen Eigentümern finden wir neben Bader, Wagner und Stadtschreiber auch Hammerherren und Richter, ja sogar das Fürstengeschlecht der Liechtensteiner. 1754 fand man bei Abnahme einer Zimmervertäfelung im Haus Nr. 16 (heute Brauhaus) einen Brief des Ungarnkönigs Matthias Corvinus an Nikolaus von Liechtenstein, datiert 1475, worin dieser aufgefordert worden ist, sich zur Unterstützung des Ungarnkönigs gegen Friedrich dem Dritten zu erheben.

1965 nahm die Erste Obermurtaler Brauereigenossenschaft dieses Haus in Besitz und baute es großzügig um.

1994 wurde das Haus neu erbaut und wird in der jetzigen Form als Hotel geführt.